Unser Abenteuerurlaub auf Usedom

 

Am 12.08.06 war es endlich soweit, wir wollten in Urlaub fahren. Ich hatte zwar bis dahin null Ahnung was das ist, aber alle freuten sich darauf! Frauchen spukte total hektisch den ganzen Tag durch die Wohnung, kramte in ihren Schränken rum und stopfte alles in ein Ding namens „Koffer“. Mama hatte sich gleich in ihr Körbchen verdrückt. Aber ich nicht, ich wollte helfen, bin die ganze Zeit mit hin und her gesaust. Als Frauchen meine Spielsachen in die Tasche packte, habe ich sie immer wieder rausgeholt! Das hat echt Spaß gemacht, bis Frauchen richtig sauer war und meinte: „Dann nehmen wir eben kein Spielzeug mit!“ Haben wir aber trotzdem! Mitten in der Nacht kamen dann Thomas, Franzi, Sandra und meine Pudeltanten Sydney und Aileen, und los ging´s. Im Auto bin ich dann eingeschlafen, habe mich ganz fest an meine Mama gekuschelt. Als ich aufwachte, wir waren gerade angekommen, nahm ich einen mir völlig unbekannten Geruch war. Sydney, Aileen und Mama waren total aus dem Häuschen, sagten nur noch: „Das ist das Meer, jetzt geht´s jeden Tag baden, im Sand buddeln und viele Hundekumpels kennen lernen!“ Aha, das ist also Urlaub, dachte ich mir so. Aber erstmal ging es die neue Wohnhütte beziehen, die war echt super mit Garten und Terrasse, extra für uns zum Bewachen. Begrüßt wurden wir von Daisy, der Hündin der Vermieter. Sie ist zwar schon eine Oma, 13 Jahre alt, und viel kleiner als ich, hat mir aber gleich gezeigt, dass sie der Boss im Garten ist. Von Mama und Frauchen gab´s auch noch einen Rüffel, dabei wollte ich nur mit ihr spielen. Gespielt hat Daisy nie mit uns, aber dafür tolle Geschichten von den Dorfhunden erzählt und fast meine ganzen Leckerlis aufgefuttert.

Am nächsten Tag sind wir dann endlich ans Meer gefahren. Das Meer, eine (meine!) riesengroße Badewanne, mit Riesensandkasten davor! Wir waren fast jeden Tag dort, ich habe viele Hundekumpels kennen gelernt, große und kleine, sogar zwei schwarze Pudel und zwei Shar Pei waren dort! Urlaub ist ja super cool!


Einmal ist beinahe was ganz schlimmes passiert. Meine Tante Aileen wollte unbedingt unseren Schwimmdummy aus dem Wasser holen, da kamen plötzlich zwei Riesenwellen und haben sie total untergetaucht. Aileen hat sich verschluckt und ihr Frauchen musste sie aus dem Wasser rausfischen. Sandra hatte richtig Angst, dass sie ertrinkt. Ich denke, Aileen hat alle nur ausgetrickst, sie ist nämlich nicht so schnell wie wir Belgier und bekommt den Dummy darum kaum. Danach durfte sie den Dummy ganz alleine aus dem Wasser holen, wir mussten draußen warten. Aileen ist ganz schön schlau! Und Mama ist verrückt (Entschuldigung Mama!), ich glaube sie will ein Seehund werden, sie kann nämlich tauchen!


Außerdem waren wir noch viel spazieren, haben Radtouren gemacht und durften mit in ein komisches Haus (Anm. von Frauchen, die „Phänomenta“ ein technisches Museum auf Usedom). Das ist so etwas wie ein Spielland für Menschen, manches durften auch wir Hunde ausprobieren, z.B. über wackelige Brücken laufen.


So das ist also mein erster Reisebericht, war ja auch mein erster Urlaub, hoffentlich fahren wir bald wieder dahin. Das Schönste am Urlaub war, das unsere Menschen immer Zeit für uns hatten!

Bald folgt der nächste Reisebericht, schaut einfach immer mal vorbei.

 

Eure Abigail

 

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ENr. 1/2007

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